Le Suchet
Die super Wetterprognose für den Jura führte uns via Yverdon nach Ste-Croix im Waadtland. Die Wetterprognose zeigte leider mit näher kommendem Wochenende eine immer weniger gute Tendenz... Trotzdem entschieden wir uns den Le Suchet von Ste Croix aus in Angriff zu nehmen. Dies ist nicht der direkteste Weg. Wir wollten aber den goldenen Herbst im Jura so richtig geniessen und entschieden uns daher für den deutlich längeren, dafür nicht so steilen Aufstieg. Bei bedecktem Himmel und nicht gerade warmen Temperaturen wandern wir also los. Zuerst durch Ste-Croix, dann leicht steigend über Wiesen, durch Wälder und vorbei an Bauernhöfen im klassischen jurassischen Stil. Die Sonne vergönnt uns leider keinen goldenen Aufstieg. Herbststimmung kommt aber trotzdem auf.
Nach dem Col d'Aiguillon legen wir die Mittagspause ein und sind froh, im Lee eines Militärbunkers Pause machen zu können. Ein eisig kalter Wind bläst uns um die Ohren... Mittlerweile könnte man den Gipfel vom Le Suchet sehen. Aber dieser ist in dicken Nebel gehüllt. Wir gehen trotzdem weiter und die letzten 300 hm erklimmen wir noch in gewohnterer Hike & Fly-Manier: ziemlich stotzig und dafür effizient. Wir kommen aus dem Wald auf die riesige Wiese, die sich über den ganzen Gipfel erstreckt und siehe da! Richtung Norden erkennt man die Hügel auf französischem Boden aber Richtung Süden sehen wir nur grau, grau, grau...
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| Blick Richtung Westen |
Wir steigen noch bis zum Triangulationspunkt und Windsack auf und warten mal ab. Vor uns liegt eine perfekte Startwiese: nicht zu steil, nicht zu flach, fast keine Steine, kurz abgefressenes Gras, keine Kuhfladen. Was gibt es besseres. Und tatsächlich löst sich der Nebel noch auf und wir erhaschen einen Blick ins Mittelland inklusive Neuenburgersee. Obwohl wir nur 600 hm aufgestiegen sind, liegen nun 1000 hm bis zum geplanten Landeplatz vor uns. (Im übrigen ein weiterer Pluspunkt des Juras. Mit einer guten Tourenplanung kann man sich fast immer einige Höhenmeter Aufstieg ersparen.)
Obwohl sich die Sonne immer noch nicht so richtig zeigen will, bestaunen wir die Wälder in all den Orange- und Brauntönen und sind froh, in Baulmes bei wärmeren Temperaturen landen zu können. Es handelt sich um einen offiziellen Landeplatz, ausgestattet mit mehreren Windsäcken. Zu Fuss benötigt man knappe 30 Minuten zum Bahnhof in Baulmes. Von dort gehts zurück nach Yverdon.
Wir kommen definitiv bei Sonnenschein nochmals vorbei!
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| Quelle: SchweizMobil |




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