Geeristein ist neben Huus ein weiterer aus der Flugschule bekannter Startplatz. Bis jetzt hat es Geeristein nicht in die H&F-Liste geschafft, da die Wanderung von Därstetten aus praktisch nur der Strasse folgt. Deshalb starteten wir unser H&F-Tag auch in Erlenbach mit dem Plan A und Ziel Huus. Die Wetterprognose liess den Start eh auf wackeligen Beinen stehen: zügiger Westwind und gegen Abend aufkommender Föhn. So beobachteten wir bereits während dem Aufstieg aufmerksam den Wind und die umliegenden Windstationen. Stockhorn hatte bereits deutlichen Westwind, aber so hoch hinaus wollten wir ja nicht und wir bemerkten nur die gelegentlichen thermischen Ablösungen. Also weiter gehts. Durch den Frühling wandern wir hoch und geniessen das schöne Wetter und die bereits farbigen Blumenwiesen.
 |
| Blick zur Niesenkette |
Dann rund 100 hm unter dem Startplatz wehen uns aus dem Nichts die ersten Westwindböen um die Ohren. Oh-oh. Wir entschliessen uns, die restlichen Höhenmeter bis zum Startplatz noch zu machen, dort zu picknicken und den Wind weiter zu beobachten. Oben angekommen lösen sich windstille Phasen mit thermischem Aufwind ab. Und immer wieder starke Westwindböen... Wir trauen der Sache nicht und überlegen, etwas abzusteigen und weiter unten zu starten. Mit Blick aufs Wanderapp entscheiden wir uns, den Startplatz Geeristein anzusteuern. Der ist einerseits 250 hm weiter unten und andererseits gibt es dort die Möglichkeit direkt gegen Westen zu starten. Also los! Zuerst der Strasse entlang durch den Wald. Es riecht nach warmen Wald und leicht bergab geht es von alleine. Nach der ersten Haarnadelkurve biegen wir scharf rechts ab und folgen einem Trampelpfad weiter dem Hang entlang. Der Weg ist auf der Karte eingezeichnet, allerdings nicht als Wanderweg markiert. Er ist aber in gutem Zustand und führt wunderschön durch Wald, Wiese und über einen kleinen Bach. Schon von weitem sehen wir andere Piloten starten, das lässt doch noch auf einen Flug hoffen. Und tatsächlich, müssen wir nicht mal zum Weststartplatz. Mit einem angenehmen Aufwind starten wir. Der deutliche Talwind zerreisst die Thermik, aktives Fliegen ist angesagt.
 |
| Über Därstetten |
Der Landeplatz in Därstetten ist durch die Schirme der Flugschule gut markiert. Es handelt sich dort um eine riesige Wiese, die in unterschiedliche Felder abgezäunt ist. Durch die Flugschule ist das Landefeld markiert. Ansonsten jenes mit mit dem kürzesten Gras auswählen. Gerade bei starkem Talwind mag ich den Landeplatz, da man so viel Platz hat und sich auf der Luv-Seite keine Hindernisse befinden. Trotz dem Wissen um den starken Talwind habe ich die Landevolte schlecht eingeteilt und bin zwar auf dem am kürzesten gemähten Feld gelandet, allerdings war es auch frisch gemistet... Also den Schirm oben halten und an den Rand groundhandeln.
Zufrieden mit dem schönen Aufstieg, den neu entdeckten Pfaden und doch einem Flug, gönnen wir uns von der Landi Därstetten ein Kaffe, geniessen die in Erlenbach am morgen gekaufte Nussstange und warten in Därstetten auf den Zug.
 |
| Quelle: SchweizMobil |
Fotos: Mit-H&Fer
Kommentare
Kommentar veröffentlichen