Burgfeldstand, BE

Die letzten Tage unter der Nebeldecke steckend, freuen wir uns auf einen Herbstflug im Sonnenschein. So gehts am 12. November grau in grau mit dem Zug nach Interlaken West. Auch dort stecken wir tief im Nebel. Weiter gehts mit dem Bus. In der ersten scharfen Kurve Richtung Beatenberg lichtet sich tatsächlich der Nebel und die Sonne blendet uns zusammen mit den frisch verschneiten Bergen. In Waldegg steigen wir aus, entledigen uns dem dicken Pullover, montieren Sonnenbrille und wandern los. Wir folgen dem Wegweiser Chüematte und kommen schon bald ziemlich ins Schwitzen. Die Sonne scheint und das letzte Hike & Fly liegt schon eine Weile zurück. Die Kondition lässt grüssen... Immer wieder werfen wir einen Blick ins Tal. Dort liegt die Nebeldecke unverändert dicht und macht keinen Anschein sich aufzulösen. Wir gehen weiter Richtung Gemmenalp Oberberg, geniessen die schöne Landschaft und verdrängen die Gedanken an die Sichtverhältnisse am Landeplatz.

Kurz vor der Chüematte

Zwischen Chüematte und Oberberg

Ab Chüematte liegt noch etwas Schnee. Der Wanderweg ist aber vorgespuhrt und der Schnee schön griffig. Auf dem Grad angekommen liegt rechts das Gemmenalphorn. Wir gehen aber nach einem Blick ins Justistal weiter links. Obwohl wir die meisten Höhenmeter schon hinter uns haben, hat es der letzte Abschnitt in sich. Dort wo der Weg auf der Nordseite entlangführt, ist es kalt und der Weg etwas vereist oder mit ordentlich Schnee bedeckt. Nach den letzten steilen Passage erreichen wir aber die flache Wiese auf dem Burgfeldstand. Jetzt erst mal trockene Kleider anziehen und etwas zu Mittag essen. Währenddessen geniessen wir die Aussicht, den Schnee und die Sonne. Glücklicherweise setzt sich nun auch die Sonne gegen den Nebel im Tal durch und schon bald erscheint die Höhenmatte. Bis wir parat zum Starten sind, hat sich der Nebel sogar bis über den Thunersee zurückgezogen.

Blick Richtung Stockhornkette

Startplatz Richtung Süden

Der schwache Wind aus Südwest ist kein Hindernis. Nach den etwas umständlichen Rückwärtsstarts anderer Piloten, machen wir uns vorwärts startklar und gleiten in der herbstlich-winterlichen Atmosphäre gemütlich ins Lehn. Wir reihen uns ins Landeprozedere der Prüflinge ein und lassen den Tag mit einem Kaffe, Sonne und Sicht auf den See ausklingen.

Quelle: SchweizMobil


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